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Skifahren in Italien

Wer sich in Italien auf die Bretter begibt, muß anscheinend ab sofort eine private Haftpflichtversicherung haben. Hat man keine, oder die falsche (s.u.), schließt man eine zusammen mit dem Skipaß ab.

Wer eine eigene hat, sollte darauf achten, daß sie auch das Skifahren und dabei entstehende Schäden an dritten abdeckt.

Wer keine hat, zahlt, wenn er oder sie erwischt wird, bis zu 150 Euronen.

Weiterhin ist nun für Minderjährige eine Helmpflicht vorgesehen bei rodeln oder snowboarden.

Und es gilt nüchtern zu sein, wie im Straßenverkehr gibt es eine Promillegrenze, die bei bei 0,5 liegt.

Verstöße hierbei sind deutlich teurer, ab 250 Euro geht’s los und endet bei 1000 Euros.

Quelle: ksta 26.02.2022

P.S. Eine private Haftpflicht ist sicherlich ein Muß (–>), denn die Schäden können unter Umständen shre teuer sein.

Neue Masche in Italien

In der Promobil 9/2021 berichtet eine Leserbriefschreiberin scheinbar vor Ort in Italien von einer neuen Masche, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Man kennt das ja schon, da hupt und blinkt einer wild auf der Autobahn oder Landstraße hinter einem, um nach dem Anhalten auf einen wie auch immer gearteten Defekt hinzuweisen, derweil man das Auto des arglosen Touristen leerräumt.

Der Fall, von dem hier berichtet werden soll, hat sich ungefähr so abgespielt:

Man fährt mit seinem Wohnmobil so vor sich hin (soeben vom Gardasee losgefahren Richtung Autobahn gen Modena), als es einen dumpfen Knall tut. Auf der Autobahn, dann wie gehabt, signalisiert ein Kleinwagen, weiß, mit schwarzen Außenspiegeln, das etwas nicht stimmt. Also trifft man sich an der nächsten Abfahrt.

Der Fahrer des Kleinwagens zeigt seinen defekten Spiegel und einen schwarzen Striemen am Wohnmobil, aha, da hat das Womo den Spiegel wohl touchiert. Man ahnt, was kommt: Der Geschädigte möchte den Schaden ersetzt haben und schaut gleich nach (Handy und Internet machens möglich), was der Spiegel denn so kostet: 329,95 Euronen, derweil die Wohnmobilisten noch überlegen, wie das ganze denn überhaupt passiert sein könnte.

Da man aber ja auf Zack ist („schon aus Versicherungsgründen“), verlangt man nach der Polizei. Das paßt dem Kleinwagenfahrer aber wohl nicht so recht und versucht es mit Verhandeln. 100 Euro täten es auch.

Auch darauf lassen die Urlauber sich nicht ein, bestehen weiterhin auf der Polizei. Was die Diskussion beendet, der Fahrer des Kleinwagens meint, kein Problem – und ist weg.

Die Theorie dahinter: Mittels Gummigeschoß wurde auf das Womo geschossen, vom Straßenrand, so die Vermutung, was das Geräusch erklären würde und nachdem Stopp hinter der Ausfahrt wurde das Womo dann unauffällig mit dem schwarzen Strich versehen.

Was eine Idee – zumindest gewaltlos.

Zitat: Leserbriefschreiberin

Ritterspiele in Schluderns

Südtiroler Ritterspiele vom 20.08.2021 bis 22.08.2021

Vom 20.08.2021 bis zum 22.08.2021 bieten etwa 2000 (Stand von 2018, 1300) Mitwirkende aus dreizehn Ländern eine Reise in die Vergangenheit an.

Ob es die Stellplätze für Wohnmobile in Glurns noch gibt, keine Ahnung, auf dem Plan des Campingplatzes https://www.gloriavallis.com/ sind jedenfalls 8 Übernachtungsplätze eingezeichnet.

Mehr zu den Ritterspielen unter http://ritterspiele.it/

Interessant natürlich die Frage, ob die Spiele stattfinden, aber im Moment sieht es ja ganz gut aus in Sachen Corona.

Ein Tipp: Bei unserem Besuch vor einigen Jahren war es ziemlich heiß dort und es gab kaum Schatten, nichts für Weicheier 😉 Leider finden sich im Archiv keine Bilder.

Verkehrsberuhigte Zonen in Italien II

Über die sogenannten Zona a traffico limitato in Italien wurde hier schon mal geschrieben, insofern also nix neues, theoretisch.

Praktisch aber hat diese Falle Regelwirdrigkeit ein besonderes Geschmäckle: Wer auf der Suche nach einem Parkplatz immer wieder an der Video-/Kamera-Überwachung vorbeikommt, darf sich auch immer wieder über einen neuen Strafzettel freuen…

Gefunden in der aktuellen ADAC Motorwelt (02-2020).

Und im gleichen Artikel findet sich dann auch noch was über Londons Low Emission Zone: Wer da hineinfahren möchte, muß sich zuvor registrieren lassen. Denn je nach Emissionsklasse muß man zahlen, und wer sich nicht registrieren läßt und eigentlich zahlungspflichtig wäre, darf dann bis zu 1500, in Worten eintausendundfünfhundert, Pfund berappen.

Weitere Informationen beim ADAC: klicki.

Und hier gehts lang zur Registration: klicki, klicki

EIS-KALTE SCHÖNHEIT

„Eis-kalte Schönheit“, so ist das winterliche Bild in der Promobil 3/2020 betitelt, welches einen See zeigt, irgendwo in Nord-Norwegen. Geschossen hat es ein Paar, das mit einem geländegängigen Camping-Bus unterwegs ist.

Über ihre Touren berichten sie dann in ihrem Blog. Natürlich habe ich da auch etwas gestöbert und der Grund für diesen Beitrag hier ist die Entdeckung des Fattore Amico. Ich bin jetzt noch nicht sicher, wie das genau zusammenhängt, aber auf alle Fälle ist das eine Sammlung ähnlich wie die Agritorismo-Betriebe, nur für Wohnmobile: Agricamper Italia. Genaueres muß noch eruiert werden: Klick.

Auf alle Fälle ist das einen Linktipp wert. Mit bestem Dank an die Herumkommer!

Sulden – endlich ein Stellplatz

In Sulden in Südtirol gibt es jetzt auch einen Wohnmobilstellplatz. Er ist angegliedert an das Alpina Mountain Resort.

Es gibt wohl keinen Schatten, was im Sommer vielleicht etwas ungünstig ist, aber dafür ist das Zentrum fußläufig zu erreichen. Desweiteren gibt es ein Restaurant, einen Biergarten, WC und einen E-Bike-Verleih.

Der Preis ist wohl recht ambitioniert (enthält aber Strom und Abwasser), aber dafür ist man ja auch auf knapp 2000 Meter Höhe und hat den Ortler, die Königsspitze, den Cevedale und jede Menge weitere Berge in der Nähe. Und mit den zahlreichen Seilbahnen und Sesselliften kommt man schon ganz gut noch höher.

Allerdings sollte man als Nichtalpinist immer mit anderem Wetter rechnen, wenn man hoch fährt. Es kann durchaus sein, daß in Sulden die Sonne scheint und an der Madritschhütte ist es eisig kalt und es fällt Schnee…

Und dann gibt es ja auch noch eins der Museen von Reinhold Messner –>.

Mehr zum Campingplatz, wie es auf der Website heißt: –>

Buchtipp: Toskanisches Feuer

Deutsch-Italienischer Kriminalroman

Ein weiterer Kriminalroman rund um einen arg gebeutelten Pfarrer am Bodensee und Giulia, eine italienische Immobilienmaklerin und Restaurantbesitzerin in der Toskana (–>Toskanische Beichte).

Diesmal geht es um Geheimagenten, Flüchtlinge aber auch immer wieder familiäres. Die Schauplätze wechseln von Italien nach Deutschland und zurück, immer dabei Tamir, ein Flüchtling aus Syrien oder doch nicht?

Den ersten Roman gelesen zu haben, ist nicht unbedingt erforderlich, aber macht schon Sinn.

Wer sich für Geschichte interessiert, es gibt eine kleine Geschichtsstunde zum dreißigjährigen Krieg.

Toskanisches Feuer, Uta-Maria Heim, Gmeiner, September 2018, ISBN:978-3839223482, ansehen & bestellen. (Affiliate-Link)

Urlaubszeit – Zeit für Gauner

In der Urlaubszeit, wo viele mit ihrem Auto oder Womo unterwegs sind, haben auch die bösen Buben wieder Hochkonjunktur.

Der ADAC hat in seiner Juniausgabe 2019 ein paar Beispiele präsentiert.

Auf Sizilien: Ein Moped blockiert den Fahrweg eines deutschen Fahrzeugs, von hinten öffnet eine zweite Person blitzschnell den Kofferraum, und Zack, der Rucksack ist weg, darin eine Kamera.

Berichte über solche und andere Tricks gibt es oftmals aus Italien, Spanien und Frankreich. Im obigen Fall empfiehlt sich wohl, die Zentralverriegelung zu nutzen, insbesondere in der Stadt. Sonst kann an jeder Ampel was passieren.

Natürlich geht das auch anders. Man ist mal eben in einem Restaurant oder sonstwo und in aller Öffentlichkeit wird das Auto aufgebrochen und das Gepäck entwendet (so geschehen „mitten in Grenoble“).

Wohnmobile sind auch gerne gesehene Selbstbedienungsläden, zum Beispiel in der Champagne, des Nachts wird das Womo so leise geöffnet, daß niemand wach wird, anschließend sind Bargeld und Handy weg.

Der Klassiker ist aber immer wieder der Rastplatz (hier in Südfrankreich), während die Besitzer mit ihrem Hund Gassi gehen, räumen die Diebe das Gepäck aus, samt Handy, Kamera und, man glaubt es kaum, auch Schuhe finden ihren neuen Besitzer.

Dann gibt es da noch den Spiegeltrick, ein Auto fährt vorbei, es gibt einen lauten Knall und dann ist angeblich der Seitenspiegel kaputt und oh Wunder, am eigenen Spiegel ist ein Strich, der als Beweis dienen soll. Dann wird eine Geldsumme verlangt und meist gezahlt, wenn auch nicht in geforderter Höhe, man läßt mit sich handeln. In diesem Beispiel hat das Opfer angehalten und statt der geforderten 200 Euro immerhin (nur) noch 100 Euro gezahlt.

In einem anderen Fall hat das Opfer nicht angehalten, sondern ist einfach weitergefahren, aber an der nächsten Raststelle waren die Gauner auch da, sie sind dem Fahrzeug wohl gefolgt. Hier wurden mehrere Hundert Euro gefordert, aber nur 50 Euro wechselten den Besitzer, einfach, um schlimmeres zu verhüten.

Den Pannentrick sollte mittlerweile nun wirklich jeder kennen. Man zwingt das Opfer zum bremsen, zeigt auf irgendwas vermeintlich defektes (hier eine heruntergerissene Radkappe) und fordert zum Aussteigen auf. Die Opfer weigern sich und verriegeln die Türen, die Bösewichte geben auf. Glück gehabt.

Dann gibt es noch die echte Panne, hervorgerufen durch einen Stich in einen Reifen. Wenn man dann auf dem Seitenstreifen hält, ist Hilfe schnell in Sicht, die den Reifen wechselt und als Dank Laptop und diverse Wertsachen mitgehen läßt… So geschehen auf einer Autobahn in der Nähe von Saragossa.

Nun die üblichen Sicherheitstipps: Nichts offen sichtbar liegen lassen, Türen immer verriegeln (Kofferraum natürlich auch) während der Fahrt und natürlich auch im Stand.

Wenn man wodurch auch immer zum anhalten gezwungen wird, im Auto bleiben und sichtbar mit dem Handy Hilfe rufen. Wobei das natürlich auch wieder Begehrlichkeiten wecken könnte.

Natürlich kennt man das meiste davon schon, aber ab und an eine Erinnerung kann bestimmt nicht schaden.

Rund um den Ortler

Bisher nur in Teilen, ab Juni dann voraussichtlich komplett erwanderbar ist ein neuer Höhenwanderweg für Anspruchsvolle rund um den Ortler, wenn ich mich recht erinnere, der höchste Berg der Ostalpen.

Der Weg ist knapp 120 Kilometer lang und bietet 8126 Höhenmeter (also rauf und runter in Summe).

Auf sieben Etappen kann man rund um das Massiv wandern, wenn man genügend Ausdauer hat…am Weg liegende Schutzhütten bieten Rats und Übernachtungsmöglichkeiten.

Mehr dazu –>

Quelle: ksta 02./03.03.2019

Länger in Italien?

In Italien gilt seit einiger Zeit ein neues Gesetz, das alle, die irgendwie länger in Italien wohnen (zum Beispiel auch nur ein Ferienhaus haben), verpflichtet ihr Fahrzeug binnen zweier Monate mit einem italienischen Kennzeichen zu versehen, ergo, es umzumelden.

Wer jetzt nicht so ganz durchblickt, der sollte sich am besten schlau machen (–>), denn das kann ganz schön teuer werden, wenn man der Pflicht nicht nachkommt. Bis zu knapp 3000 Euro können das sein. Und wie das in Italien ja mittlerweile üblich ist, das Fahrzeug wird u.u. beschlagnahmt.

Quelle: ADAC motorwelt 4/2019