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Camping Park Grubhof – Salzburger Land

Wer es gerne groß, größer, am größten mag, auch was seinen Platz auf dem Campingplatz betrifft, der dürfte auf dem Park Grubhof in den österreichischen Alpen fündig werden.

Angebliche 1000 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Wochenweise zu mieten, samt Linde und Wellnessliege sowie freien Zugang zur Wellness-Alm.

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Passend zu den großen Plätzen gibt es mit ein wenig Glück auch ein Powergeschenk 😉

teures Händewaschen (Linkziel nicht mehr vorhanden, Link entfernt)

Campingplatz Hell Fügen / Tirol

wohlfühlcamping hell fügen zillertal

Nachfolgend eine kleine Beschreibung des Campingplatz Hell in 6263 Fügen in Tirol im Zillertal.

Der Campingplatz ist der erste, den man erreicht, wenn man im Zillertal von der Autobahn herunterfährt.

An der Rezeption bekommt man einen Lageplan, in dem per Hand alle Plätze gestrichen werden, die im gewünschten Belegungszeitraum reserviert sind, allerdings, wie betont wird, ohne Garantie auf Vollständigkeit.

Die zahlreichen niederländischen Urkunden hinter Glas lassen vermuten, was einen erwartet: Der Platz ist fest in holländischer Hand. Dazwischen tummeln sich ein paar deutsche, englische und schweizer Kennzeichen.

Dann kann man losmarschieren und einen schicken Platz aussuchen. Dabei fällt  bald auf, daß es wenig Schattenplätze gibt, unangenehm, wenn es so heiß ist, wie es war. Soweit ersichtlich, sind alle Plätze mit Frischwasserleitung und Abwasserkanal ausgerüstet. Ebenso gibt es einen Fernsehanschluß, dieser ist in Sat-Technik ausgeführt.

Später fällt einem dann auf, daß es verschieden große Stellplätze gibt, bis zu 170 qm. etwa reicht das Spektrum. Der gewählte gehört zur zweitkleinsten Gruppe, aber immer noch völlig ausreichend.

Dem Trend, den Strom auch im Sommer nicht mehr pauschal abzurechnen, hat man auf Camping-Hell eine nette Alternative entgegengesetzt: 5 KW je Tag sind im Preis inbegriffen. So sind Kühlschrank und Radio locker drin und wenn man eine Stunde die Klimaanlage laufen läßt, klappt es auch mit dem Schlaf und man liegt immer noch im Inklusive-Bereich. Aber der Anreiz ist da, sparsam mit dem Strom umzugehen, und auch schon mal einen Blick auf den Zähler zu werfen.

Wobei das wohl größte Manko des Platzes auch mit dem Schlaf zu tun hat: Camping-Hell liegt direkt an der Durchgangsstraße durch das Zillertal, der Verkehr braust praktisch ununterbrochen, auch spät abends noch. Aber in der zweiten Nacht tritt bereits der Gewöhnungseffekt ein, nach einer ersten schlaflosen Nacht, war man doch zuvor Totenstille des Nächtens gewöhnt.

Den Platz gibt es seit 1959 oder so (war mal ein Bauernhof), aber alle Anlagen sind auf dem neuesten Stand. Außergewöhnlich, zumindest bisher nie erlebt in der Form, Männlein und Weiblein sind in einem großen Waschgebäude in trauter Zweisamkeit versammelt. Waschbecken an Waschbecken und Spiegel an Spiegel. Wen es stört, an den Außenseiten des Raums gibt es jede Menge Einzelduschkabinen und Einzelwaschbeckenkabinen. Dazu gibt es im Innenbereich noch zwei bunte Boxen mit weiteren abgeschlossenen Duschen. Auch von außen zu erreichen weitere Duschen und Mietkabinen.

Leider gibt es keinerlei Kabinen mit Toilette und Waschbecken bzw. Dusche. Zumindest ließen sich keine entdecken. Da müßte man dann wohl auf die Mietkabinen zurückgreifen.

Die Toiletten sind nicht im Gemeinschaftswaschraum untergebracht, sie liegen außen und sind dann doch nach Geschlecht getrennt.

Für die Kleinen gibt es noch einen völlig separaten Sanitärbereich, liebevoll eingerichtet, mit angeschlossenem Spielraum.

Soweit ein Überblick über die sanitären Anlagen.

Für Aktivitäten stehen ein Beach-Volleyball-Feld, Tischtennisplatten und ein Freibad bereit. Liegen auf zwei Ebenen bieten Entspannung und Blick aufs Becken. Angrenzend an das Becken ist ein kleiner Teich mit Wasserspielplatz (nicht nur für die kleinen) angelegt und verwegene schwimmen auch eine Runde im Teich zusammen mit der einen oder anderen Libellenlarve. Eine Liegewiese rundet den Bereich ab.

Bei einem Regentag hat man das Schwimmbecken für sich, allerdings sind dreizehn Grad Lufttemperatur auch nur was für die ganz harten. Aber auch bei schönem, heißem Wetter ist immer Platz genug für alle gewesen.

Nettes Schmankerl sind die (vermutlich) zwei Fahrräder, die kostenlos für den Einkauf ausgeliehen werden können. Sie stehen an der Rezeption bereit.

Fährt man vom Campingplatz aus direkt links (der Weg führt in beide Richtungen parallel zur Durchgangsstraße), kommt man nach wenigen Minuten (zu Fuß etwa 15 Minuten) zu einem Einkaufsladen der Handelsmarke Billa („sagt der Hausverstand“). Fährt man rechts herum, kommt bald das Zentrum des Ortes, Fügen, in Sicht. Ziemlich am Ende des Ortes gibt es einen weiteren Supermarkt MPreis, mit angeschlossenem Cafe. Der Parkplatz vor der Tür ist groß genug auch für Betonmischer, wenn der Fahrer seine wohlverdiente Pause macht. Stellt man sich halt quer rein.

Unbedingt besichtigen sollte man die Kirche, dort findet sich unter anderem eine Reliquie mit ziemlich vielen Knochen. Gruselig!

Ansonsten gibt es die üblichen Läden, Cafes, Restaurants und – schade eigentlich – auch einen Handyladen.

Soweit das Dorf, dahinter liegt die Talstation einer Seilbahn und der Weg zu Hochfügen.

Ein Wort noch zur Wasserversorgung auf dem Campingplatz, es handelt sich bei dem Frischwasser wohl um „bestes Zillertaler Quellwasser“. Da bleibt nur noch zu sagen: Prost!

Insgesamt gesehen ist der Wohlfühlcamping Hell, wie er genannt wird, auf alle Fälle einen Zwischenstopp wert. Wie man hören konnte, kommt so mancher schon seit zehn Jahren her.

Wohlfühlcamping Hell
Gageringerstr. 1 – 6263 Fügen/Tirol
zur Homepage

Aus einem mir unbekannten Grund haben die Häuser übrigens irgendwie alle zwei Straßennamen bzw. Hausnummern, somit das Navigationsgerät neim ersten Versuch mitten ins „Industriegebiet“ leitete. Kurz dahinter ist aber dann der Campingplatz zu finden.

Nachtrag 20.05.2020: Coronajahr 2020, Wiedereröffnung 29.05.2020

Buchtipp Alpen

Ein neuer Bildband, nicht ganz billig, von Eugen Hüstler und Andreas Strauß, zeigt die Alpen in ihrer ganzen Pracht – und wie schlecht es letztlich durch Tourismus um die einst herrliche Bergwelt der Alpen bestellt ist.

Die Alpen sind ein vielfältiges, artenreiches Naturparadies von unglaublicher Schönheit. Doch wie viel menschliche Eingriffe verträgt dieser Garten Eden?

Dieser Bildband unterstreicht mit traumhaften Fotos zum einen die Majestät der Bergwelt, offenbart aber auch die Folgen der Eingriffe in die Natur.

Probleme aufzuzeigen, ohne Resignation hervorzurufen – diese Gratwanderung gelingt Autor und Fotograf auf wunderbare Art und Weise.

Alpen – Das bedrohte Paradies, 978-3765446207, Oktober 2010, ansehen und bestellen

Schlittenhunde in Tirol am Pillersee

Wer auf der Suche nach Schlittenhunde­rennen ist, dem haben wir hier schon diverse Schlittenhunde­rennen empfohlen.

Hier kommt nun noch ein neuer Tipp:

Internationales Transpillersee Schlittenhunde Trainingscamp & Rennen.

Zum elften mal dreht sich vom 8.01.2011 bis 23.01.2011 in St. Ulrich am Pillersee alles um Schlittenhunde und ihre Musher.

Dabei gelten für Trainingslager und Rennen folgende Termine:

8.01.2011 – 23.01.2011: Schlittenhunde Trainingslager
21.01.2011- 23.01.2011: Schlittenhunde Rennen

Erwähnenswert aus dem Rahmenprogramm sind zum Beispiel Schlittenhundefahrten für Kinder am 16.01. oder die Party mit Lagerfeuer am 22.01.2011.

Veranstalter des ganzen ist der Transpillersee Sled Dog Club.

Stellplatztipp St. Ulrich Pillersee: Nach Auskunft des Tourismusverband St. Ulrich am Pillersee gibt es Wohnmobilstellplätze, Anmeldung bei Eddy Nutz – email: info at husky dot at , Tel. +43 (0) 676 9085 202

Immer wieder Ärger mit der Go-Box

In Österreich gilt ja seit einiger Zeit Mautpflicht auf Autobahnen, bis 3.5 Tonnen kauft man Pickerl, darüber muß man eine sogenannte Go-Box haben. Die es in Deutschland oft im Grenzgebiet zu kaufen gibt. Die man dann zum Beispiel im PrePay-Verfahren füllen kann.

Aber immer wieder gibt es Ärger mit den Boxen. Schafft man es irgendwie, nicht mehr genug Geld auf dem Konto zu haben, dann piepst das Ding ein paar mal, wenn eigentlich bezahlt werden sollte, aber Mangels Masse nix mehr geht. Dann muß man innerhalb von ein paar Stunden und in einer engen Kilometergrenze nachzahlen. Sonst droht in Deutschland per Post eine Ersatzmaut. Und wenn man die nicht zahlt, weil man eigentlich nichts falsch gemacht hat, erfolgt bald die Ersatzhaft.

Aber auch die 3.5-Tonner – wie meinereiner – sind vor Ungemach scheints nicht gefeit. So wurde ein Fall beschrieben, wo ein solcher Pickerlfahrer im Rahmen einer Verkehrskontrolle zur Waage gebeten wurde. Leichtes Übergewicht wurde diagnostiziert, eh voila, zur Übergewichtsbuße kam die Zechprellereigebühr wegen nichtvorhandensein der Go-Box.

Wie meinen?

Zählt das zuläßige Gesamtgewicht laut Papieren oder doch die Waage?

Dazu der Betreiber der Mautzecherei: „Ausschlaggebend … ist das … eingetragene zuläßige Gesamtgewicht.“. Ob das dem Kandidaten oben geholfen hat?

Andere Fälle laufen so ab: Man ist ganz normal unterwegs ohne Pickerl oder go-box, weil man gemütlich auf den Landstraßen zockeln will, da sorgt eine Umleitung auf die Autobahn für Ärger. Wer sich nicht auskennt, folgt natürlich der Umleitung – und hat – natürlich – kein Pickerl dabei. Dann kommt wie erwartet die Mautkontrolle und wieder hängt man in der Fliegenfalle. Ein Schelm, wer da an Absicht denkt.

Aus offizieller Sicht: Korrekt ist es, auf die Autobahn auszuweichen, wenn eine Umleitung durch „öffentliche Organe“ vorgegeben wird, und bei nächster Gelegenheit wieder abzufahren. Und besser in keine Kontrolle zu kommen. Das gilt nur für Pickerlfahrer. Go-Boxer müssen auf jeden Fall eine haben. Was bedeutet, wenn ich das richtig verstehe, daß über 3.5-Tonner in jedem Fall eine Go-Box dabei haben sollten. Für alle Fälle.

Quelle/Zitate: promobil 1/2011

Österreich dreht an der Preisschraube

… aber recht moderat.

Die Jahresvignette zur Autobahnnutzung wird um 30 Cent teurer und kostet dann ab nächstem Jahr 76,50 Euro.

Das zwei Monate gültige „Pickerl“ kostet dann 23 Euro und wird somit 10 Cent teurer. Das zehnTageKurzzeitpickerl wird nicht angepaßt, es kostet damit immer noch 7,90 Euro.

Soweit der ADAC.

Quelle: KSTA 4.12.2010

kurioser Unfall mit Todesfolge

Auf der Brennerautobahn in Tirol hat am Dienstag scheinbar ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und raste bei Matrei in eine Tankstelle.

Leider traf er dabei die Zapfsäulen und das Fahrzeug fing Feuer und der Fahrer verbrannte daraufhin in seinem Auto.

Ein Japaner, der gerade tankte, wurde durch das Feuer so schwer verletzt, daß er wenige Stunden später ebenfalls verstarb.

Quelle KSTA 30.06.2010

IG-L

In Österreich gibt es eine Besonderheit bei den automatischen Geschwindigkeitsanzeigen auf den Autobahnen. Wenn da das Kürzel IG-L beisteht, dann besser nicht überschreiten, denn dann wird es richtig teuer, wenn man erwischt wird.

Aufgefallen war mir das auch schon mal, aber wußte nix damit anzufangen. In der ADAC Motorwelt 6/2010 gibt es nun die Aufklärung.

Hinter IG-L verbirgt sich Immissionsschutzgesetz Luft und heißt nix anderes, als das die Geschwindigkeitsbegrenzung der guten oder wenigstens besseren Luft geschuldet ist. Und wer da nicht mitmacht, der wird eben höher zur Kasse gebeten, als bei einer „normalen“ Geschwindigkeitsbegrenzung.

Konkret heißt das in Höchstsätzen 726 (normal) zu 2180 (IG-L).

Alles klar?

Quelle ADAC Motorwelt

Österreich führt verbindlichen Bußgeldkatalog ein

Bisher war es wohl dem Gendarmen überlassen, wie hoch eine Strafe ausfallen würde. Zum ersten September, also seit gestern gilt nun eine einheitliche Tabelle, die verbindlich regelt, was wie teuer wird.

Einiges wird ganz schön teuer, zum Beispiel, wer die Promillegrenze überschreitet, die wie bei uns bei 0,5 liegt, der ist mit bis zu knapp 6000(!) Euro dabei, Fahrverbot inklusive.

Wer zu schnell ist, kommt vergleichsweise glimpflich davon, wer dreißig KMh auf der Autobahn zu schnell ist, der darf 50 Euro bzw. 100 Euro berappen (abhängig wohl davon, ob ein Blitzer im Spiel war oder nicht).

Ab 25 Euro holt sich Österreich auch in Deutschland wieder…

Quelle ADACmotorwelt 09/2009

wohnmobilplätze reschensee

Alpencamping NaudersAm Reschenpaß bzw. in der Nähe des Reschensee gibt es einen netten Campingplatz, der von Diddi geleitet wird. Es ist ein recht kleiner Platz, dafür aber mit einer sehr rührigen Küche und einer netten Sonnenterrasse.

Ich war vor einigen Jahren mehrfach dort im Wintercamping und es war eigentlich immer schön. Allerdings auch ziemlich kalt. Also immer gut Gas dabei haben und am besten eine Duamatik, sonst kann das Wechseln der Gasflaschen schon mal mühselig werden. Denn bevorzugt geht die natürlich nachts leer, die Gasflasche. Man kann auch prophylaktisch wechseln…

Wohnmobilplätze sind auf einer Terrasse mit schönen Blick über die Berge auf der anderen Seite. Unten gibt es eine Art Notstellplatz vor ein paar Garagen.

Tipp: Schön langsam runterfahren (im Winter) sonst rutscht man schon mal in die Holzleitplanken…

Ein Nachteil des Platzes zugegeben ist die relative Entfernung zum nächsten Ort, Nauders. Zu Fuß kaum zu erreichen und man hat ja nicht immer Schlittenhunde dabei.

Auf der anderen Seite liegt Reschen (fußläufig zu erreichen) mit dem Reschensee, heute kein Problem mehr, aber früher schon ein Abenteuer über die Grenze zu gehen, denn der Campingplatz liegt am Dreiländereck Österreich, Italien, Schweiz.

Hier mehr: Click

Nachtrag 31.01.2012: ein paar Tippfehler bereinigt und noch ein paar Tipps.

Wer in Reschen Wintercamping machen will, der ist bei Diddi auf alle Fälle gut aufgehoben. Wer gerne im Schnee über die Wiesen tobt, der sollte obacht geben, es gibt da Flüsse und aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man im kniehohen (und höher) Schnee ganz schnell noch tiefer rutschen kann, dann landet man nämlich im Wasser. Das wahr zwar nicht gefährlich, aber ziemlich übel.

Im Somer ist da nicht wirklich was los,  zumindest zeigten die jährlichen Vorbeifahrten kaum Wohnmobile. Aber man kann kann herrlich eine Tour machen, von Stempel zu Stempel, da kommen dann schon einige Höhenmeter zusammen. Nichts für Flachlandtiroler auf alle Fälle.

Auf halber Strecke zwischen dem Campingplatz und Nauders gibt es eine Seilbahnstation, die auch Wohnmobilen ausreichend Parkmöglichkeiten bietet. Soweit ich mich erinnere, geht die Fahrt auf etwa 3000 Meter, Nauders liegt 2000 Meter hoch.

Im Winter soll  es Spaß machen, hochzufahren und dann zu Fuß die Schlittenabfahrt wieder herunterzumarschieren. Natürlich erst, nachdem man ausgiebig gebechert hat und deswegen die letzte Talfahrt verpaßt hat und es bald stockduster wird.

Dann noch an den hilfeanbietenden Pistenbullifahrern fröhlich winkend vorbeistapfen und unten bekommt man dann die Türe vom Wohnmobil eher nicht mehr auf, ob der steifgefrohrenen Finger.

Jaja, so leichtsinnig lustig kan das Leben sein.

Nachtrag 26.05.2020: Den Campingplatz gibt es noch, ob aber Diddi noch aktiv ist, keine Ahnung. Und ob der restliche Text noch paßt, nix genaues weiß man nicht, ist aber auch schon ein paar Jährchen her, der Beitrag und vorbeigefahren bin ich auch schon Jahre nicht mehr. War eigentlich dieses Jahr mal wieder geplant, aber Corona hatte was dagegen.